Kathrins Orient

Türkische Rasur

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Nachdem ich vor 2 Jahren, beim letzten Türkeiurlaub, schon mal drüber nachgedacht hab die Dienstleistungen eines türkischen Friseur in Anspruch zu nehmen, hab ich dieses Jahr nach einigen zögern es tatsächlich bis auf den Stuhl geschafft und das sogar zweimal.
Der Ausgangspunkt ist ja das ich vor 2 Jahren das verpasst und dann im Flugzeug einen Bericht über die 25 Dinge die ein Mann tun soll um ein Mann zu sein gelesen hatte. Und auf Platz 18, glaub ich, war ne türkische Rasur gewesen. Worauf ich mich tierisch geärgert hatte nicht wenigstens eines der 25Dinge schon erledigt zu haben auf meinen Weg zum Mann.
Also diesmal sollte es nun sein.
Ich mich also auf den Stuhl gesetzt und ein Komplettpaket mit Rasur, Haarschneiden und Kopfmassage geordert. Nun ist ja so eine Nassrasur nicht mit einem Wilkinson oder Gillette sondern schön mit einen Messer das eine auswechselbare Klinge hat. Immer in der Hoffnung das der Friseur eine ruhige Hand hat und nicht zu tief ins Fleisch schneidet wenn es mal daneben gehen sollte. Zum Glück ging alles glatt und ich hab die Rasur ohne Blessuren überstanden. Der spannende Teil kommt aber erst wenn es dir an die Ohrhaare geht. Die werden ja nun nicht abgeschnitten sondern mit einen in Alkohol getränkten und brennenden Wattestäbchen abgeflammt. Das hört sich nun schlimmer an als es ist denn der Kontakt mit der Flamme ist immer nur sehr kurz und aufkommendes Feuer im Ohr wird durch die Hand des Friseurs sofort gelöscht. Alles in allem, war das mal eine Erfahrung die man ruhig mitnehmen kann, dachte ich.
Ein paar Tage später jedenfalls, mein Gesichtshaar war schon wieder etwas gewachsen, dachte ich das machste noch mal. Nur das, heut ein anderer Friseur Dienst hatte und der schien ein kleiner Feuerteufel zu sein. Wo der beim ersten mal mit kleiner Flamme die Härchen rausbrannte, hatte ich bei diesen das Gefühl er hantiert mit einen Bunsenbrenner der ganz großen Leistungsklasse. So das ich nur hoffte das alles ganz schnell vorüber sein würde. Gesagt hab ich natürlich nichts, denn als Mann will man sich ja nichts anmerken lassen. Denn ein Indianer kennt keinen Schmerz. Oder so ähnlich.
Das Ende vom Lied ist, wie bei allem im Leben kommt es darauf an, an wen man gerät. So das es durch aus sein kann das ein und die selbe Sache durch aus verschiedene Eindrücke hervorrufen kann. Wenn ich zu erst bei diesen Feuerteufel gewesen wäre, hätt ich den Friseur bestimmt kein zweites mal in Anspruch genommen.

 

rasur.jpg

JR

link (Homepage) am 9. Mai 2012 um 20:02
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